"Werder voll Geistes!", so das Motto des 20ten Kongress, der vom 28. bis zum 31. Oktober 2010 in
Braunfels stattgefunden hat und mit 250 Dauerteilnehmern
zu den "schwächeren Jahrgängen" zählte, an
den Abenden aber bis zu 350
Besuchern hatte.
Wie kann es nun geschehen, "voll Geistes"
zu werden? Dorothea und Dieter
Keucher von der evangelischen
Lutherkirche Chemnitz
berichteten, dass bei ihnen
dieses geisterfüllte Leben erst
durchbrechen konnte, nachdem
sie all ihre Fehler und vor
allem nicht vergebene Schuld
und Bitterkeit voreinander und
vor Gott bekannt hatten. Dieter
Keucher, einer der Hauptredner
des Kongresses, leitet die Geistliche
Gemeinde-Erneuerung
in der evangelischen Kirche
(GGE-EKD).
Auch zu Gast war Andrew
Baguley, frisch pensionierter
Superintendent der britischen
Schwesterkirche. Er hat
in seinem Dienst im Nordosten
Englands einen geistlichen Aufbruch
erlebt.


"Geisterfüllt leben - in der
letzten Zeit" - das war es, was
ihn in Braunfels bewegte. Baguley
fühlt, dass die Zeit ausläuft.
Deshalb empfiehlt er, den "Sicherheitsgurt
anzuschnallen",
klug zu leben (vgl. Mt 25,1-13)
und die Zeichen der Zeit zu
beachten und recht zu deuten.
Bereit zu sein (Mt 24,44),
wachsam zu sein (Mt 25,13)
und mit dem Wissen zu leben,
dass Jesu Reich nicht von dieser
Welt ist (Joh 18,36).
Selbst ein Mann des Gebets,
betont der ehemalige Superintendent
die Wichtigkeit des Gebetslebens
individuell und kooperativ
(1 Tim 2,8), was sich
dann allerdings auch in einem
gottgefälligen (Röm 12,2), rechtschaffenen
(Mt 5,10) Leben
widerspiegelt. Verfolgung darf
uns dabei nicht abschrecken (2
Tim 3,11-13).
Es gelte für uns,
so der britische Methodist, jederzeit
gern bereit zu sein,
Rechenschaft
von unserem Glauben abzulegen (1 Petr 3,15) und
auch entsprechend zu handeln
(Joh 14,12).



